Bundestagsabgeordneter Kai Whittaker zu Gast

Eine Gesprächsrunde mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Kai Whittaker arrangierte Helmut Geiger am Freitag, 31. Juli für die Handharmonika Vereinigung 1936 Muggensturm e.V. (HHV). Im Rahmen einer Konzertreise im Mai hatte Whittaker für die HHV einen Besuch des Bundestages organisiert. Mit einer Einladung nach Muggensturm revanchierte sich die HHV nun dafür. Nach der Begrüßung durch Helmut Geiger, dem
1. Vorsitzenden Frank Stoll und Dirigent Thomas Krumm begann der Abend mit einer besonderen Auswahl aus dem musikalischen Repertoire des
1. Orchesters.

Die Arrangements „Italo Hitmix“, „Top Gun“ und „Sing Hallelujah“ begeisterten Kai Whittaker. Das hätte er sich auf dem Akkordeon nicht vorstellen können.


HHV: Welcher Zusammenhang besteht zwischen Ihnen und Roger Whittaker?
Whittaker (lacht): Wenn ich anfange zu singen, werden Sie feststellen, dass es keinen gibt.

Kai Whittaker: Was hat Sie bei Ihrem Aufenthalt in Berlin beeindruckt?
HHV: Das war der Verlauf der Mauer. Ich kann es bis heute nicht verstehen, wie Deutsche auf Deutsche schießen konnten.

HHV: Wie kommt man zur Politik?
Whittaker: Ich bin Volkswirt, war bei zwei internationalen Unternehmen als Assistent der Geschäftsleitung tätig und habe in Bristol und London studiert. In meiner Heimatstadt Baden-Baden bin ich seit jungen Jahren politisch aktiv, war Stadtrat und wurde 2013 in den Bundestag gewählt.

HHV: Was genau ist Ihre Aufgabe in Berlin?
Whittaker: Ich bin Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales. Die dortige Aufgabe finde ich sehr spannend. Wir haben Verantwortung über Geld und Gesetzgebung. Das sind zwei Komponenten, die nicht auf jeden Ausschuss zutreffen.

HHV: Wie sehen Sie die Cannabis-Schmerztherapie?
Whittaker: Der Alkoholkonsum nimmt seit zwei Jahren ab. Cannabis nimmt zu. Ich möchte neben Alkohol und Tabak keine dritte Droge einführen.

HHV: Mit 30 Jahren sind Sie eher einer der Jüngeren im Bundestag. Ist das schwierig für Sie?
Whittaker: Den einen oder anderen Spruch muss man schon über sich ergehen lassen, aber die Zeit arbeitet ja für einen. Mit viel Fachwissen ist man der Experte und das zählt.

HHV: Was sind für Sie die wichtigsten Themen im nächsten Wahlkampf?
Whittaker: Als Topthemen sehe ich den flexiblen Renteneintritt, die Digitalisierung, die Ein- und Zuwanderung und den Länderfinanzausgleich. 

 

Mit seiner sehr sympathischen und offenen Art hat Whittaker schnell das Eis gebrochen. Gesprochen wurde an diesem Abend auch über die Griechenlandkrise, Hartz IV, die Vermittlungshemmnisse bei Arbeitslosen und über das Renteneintrittsalter. Whittaker bedankte sich für die ungewöhnliche Einladung und dass er bei der Orchesterprobe dabei sein durfte. Bei einem kleinen Vesper wurde nach demoffiziellen Teil noch munter weiterdiskutiert.


Die Handharmonika-Vereinigung Muggensturm revanchiert sich bei dem Bundestagsabgeordneten Kai Whittaker
(2. v. l.) für die Einladung in den Bundestag.

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